ein paar Gedanken zur Meditation…

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ein paar Gedanken zur Meditation…

Guten Morgen, ein wunderschoener Morgen hier bei mir und wie sich so manchmal ein geplanter Tag in ein paar Minuten ploetzlich aendert, nutze ich die gewonnene Zeit und mich mal wieder hier zu melden.

Ich hab mich damals sehr ueber meine Webseite und v.a. ueber meinen Blog gefreut, ich hatte ja schon einmal einen waehrend meiner Reise, manche erinnern sich vielleicht an „Mone goes….“, dass die Beitraege im Moment so spaerlich gesaet sind liegt daran das ich beschlossen habe die Pruefung fuer den Heilpraktiker im Oktober 2020 anzugehehen, dieses Vorhaben hatte ich mir in Gedanken schon oefter vorgenommen. Aber ich gehoere definitiv zu den Personen die geplante Dinge, selbst wenn sie noch in weiter Ferne liegen, laut ausprechen muss. Ich muss sie in die Welt bringen, ich muss es zur Realitaet werden lassen.

Das der Heilpraktiker auf dieser von mir eingeschlagenen Laufbahn mit Yoga & Osteopathie liegen wird war mir schon lange klar, trotzdem und das wird mir in meinem jetztigen Lernmodus erst klar, wird es einen nicht geringfuegigen Impakt auf meinen bisherigen Tages- und Wochenplan haben.

Geht euch das auch so, wenn man eine grosse Herausforderung annimmt und man aber trotzdem noch meint es koenne alles andere so weitergehen, dann kaempft man erst mal ein bischen. Versucht eben sich einzureden das „alles noch geht“ und man das schon schafft. Im Inneren weiss man es aber schon und wenn das zur Oberflaeche kommt, dann wirds einfacher.

Ich bin so ein Kaempfer, wollte es lange nicht wahrhaben und nun, mitten drin im Thema Gewebe, Blut und Lymphe erreicht mich ein Gefuehl das ich vorher wenn es um das Thema ging nicht kannte. Ein englisches Wort beschreibt dieses Gefuehl sehr gut…. „to be content“. Was uebersetzt soviel heisst wie „zufrieden sein damit“ das es jetzt so ist wie es ist und ich mich gerne auf das konzentriere was vor mir liegt.

Mir ist klar, einfach werden diese naechsten Monate nicht, es wird Zeiten geben da werd ich wahrscheinlich so richtig genervt sein, denn ich bin doch  ein Fan der Freiheit… sobald ich das Gefuehl habe etwas das ich nicht steuern kann nimmt mir diese, wirds schwierig.

Jetzt bin ich ganz froh das ich Yoga habe, diese Woche fand naemlich unser letzter Abend der Winter-Workshopreihe statt. Diese Abende waren wie ein Geschenk fuer mich. Diese Abende waren dafuer gedacht, Ruhe in die YIN Monate zu bringen, Monate die uns mit alldem was sie zu bieten haben vorschlagen ruhiger zu werden und weniger aktiv zu sein. Vorschlaege die wir selten annehmen, gerade vor Weihnachten sind wir schwer beschaeftigt mit Weihnachtsfeiern und Co. und obwohl mir bewusst war das ich ja auch wieder „Termine“ bzw die Leute anstifte rauszugehen, habe ich einfach nur gehofft das nach diesen Abenden der Vorschlag dieser Monate an uns einfacher angenommen werden kann und die 2 Stunden in unserem gemuetlichen Raum, eine solche Auszeit sein konnten.

Dem letzten Abend habe ich das Thema Meditation gewidment, und obwohl ich zu jedem anderen Abend schon gewisse Vorstellungen hatte, war mir die Gestaltung dieses Abends nicht gleich klar. Im Gegenteil, ich war, als ich mich begonnen habe vorzubereiten erstmal zoegerlich, denn und da bin ich ganz ehrlich mit euch bin auch ich noch Schueler in der Meditation und definitiv noch nicht im Samadhi angekommen. Manchmal faellt es mir sogar schwer die Konzentrationsuebung die wir auch an diesem Abend geuebt haben komplett durchzufuehren, die 10 Atemzuege mit der alleinigen und voelligen Konzentration auf den Atem.

Aber deswegen halte ich solche Abende ab, weil ich denke da gibt es viele Menschen die manchmal mit dem Alltag kaempfen, die im Alltag schwer Momente finden um aufzuatmen und sich wundern warum jetzt der Abend auf dem Sofa nicht die erhoffte Erholung gebracht hat. Denn die Stille von aussen ist selten genug. Und da moechte ich einfach teilen welche Erfahrungen ich schon gesammelt habe und was uns Yoga vorschlaegt.

Wir koennen um uns herum Stille schaffen, machen wir aber selten da wir in dieser Stille mit unseren Gedanken konfrontiert werden, wir werden mit uns und diesem Monkeymind konfrontiert der umherspringt der uns nicht fokusiert sein lassen will, der uns immer wieder die verruecktesten Gedanken im Geist aufkommen laessst. Ich geb diesem armen Affen (sorry wenn ich ueber Affe spreche, aber im Yoga wird immer vom Monkeymind gesprochen) gar nicht mal die Schuld denn die Menge an Input, Laerm und Aktion ist unser Geist nicht immer gewachsen.

Vielleicht auch deswegen der Grund warum Yoga, Meditation und Mindfulness einen groesseren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen, nicht groesser, schneller, weiter sondern bewusster, tiefer und ruhiger.

So auch die Frage was ist Meditation und wie kommen wir dorthin?

Im Yoga finden wir das Bild vom tropfenden Oel, jeder Tropfen ein Moment der Konzentration, die Konzentration wird unterbrochen, der Geist schweift ab, bis wir es bemerken uns zurueckbringen und wieder faellt ein Tropfen. Wenn aus diesem Tropfen ein fliessen wird, das unseren Geist und das Objekt der Meditation in kontinuierlicher Verbindung haelt, dann kann Meditation geschehen.

So brauchen wir auf dem Weg zur Meditation eine gehoerige Menge an Konzentration, Konzentration ist die Arbeit des Intellekts. Konzentration kann nur geschehen wenn der Monkeymind zur Ruhe gebracht wird.

Chitta vritti nirodah

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Das zur Ruhe bringen des Geistes

Viele Moeglichkeiten bietet uns das Yoga das zu tun, Asanapraxis, Atmung, Konzentrationsuebungen, Chanten, Mantren, das zurueckziehen der Sinne, beginnend in dem Augenblick wenn wir im HIER und JETZT ankommen. Nur hier kann Meditation geschehen. Denn das vergangene kann nicht die Gegenwart beeinflussen, das tote nicht das lebendige regieren.

In der Meditation gibt es kein sein und muesste, kein wollen und sollen, so kann Meditation nicht mit Willenskraft erreicht werden. In einem Buch ueber die Meditation habe ich gelesen….

„Denke daren, das Gras waechst von selbst! Du ziehst das Gras nicht aus dem Boden, der Fruehling kommt und das Gras waechst einfach. Dieser Zustand wenn wir unserem Leben freien Lauf lassen, wir nicht mehr seine Richtung bestimmen wollen, es nicht mehr von unseren Vorstellungen beeinflusst wird, nicht mehr unseren Regeln unterliegt, ist Meditation.

Meditation ist in der Gegenwart, du kannst nicht meditieren du kannst nur in Meditation SEIN.

Konzentration ist menschlich, Meditation ist goettlich. 

So kann auch ich nicht sagen wie sich Meditation anfuehlen soll ausser doch solche Beschreibungen euch ein Gefuehl geben in welche Richtung nach was ihr Ausschau halten sollt. Die Meditation ist wie die Yogapraxis ein erfahren, kann Buch kann es euch beibringen.

So anstrengend der Weg dorthin ist, findet Techniken die euch erfreuen, seid ihr ein Mensch der gern in Bewegung ist, sucht euch Meditationstechniken die Bewegung beinhalten, seid ihr ein Gefuehlsmensch versucht euch in Meditationen die Kreativitaet beinhalten, bzw das singen, chanten usw., denn alles was wir mit tiefer Freude erleben kann tief in uns eindringen.

Meine Bitte jedoch an euch, kettet euch nicht an eine Technik, auch die Technik die euch die groesste Freude bereitet muesst ihr gehen lassen, sobald wir uns an etwas binden das uns in die Meditation bringt, werden wir nicht darueber hinaus gehen koennen. Wir muessen loslassen koennen was wir uns am meisten gewuenscht und was wir am meisten gesucht haben um zu erbluehen. Ein Verlassen der Erde um zum Himmel zu gelangen. Dort ist nur noch Sein, Bewusstsein und Glueckseligkeit.

 

Hier noch mein letzter Gedanke, der auch Gedanke meiner Yogastunden dieser Woche war! Wenn wir uns in Yogaasana ueben koennen wir all diese Dinge ueben, Konzentration, Willensstaerke, Sanftheit und Fluss. Erinnert euch Meditation ist konstanter Fluss und wenn wir genau diese Dinge unzaehlige Male geuebt haben, werden wir uns im inneren daran erinnern. Werden es leichter finden es umzusetzen und so ist vielleicht auch fliessendes Yoga entstanden. Flow. Fluss.

Mein Uebungstipp fuer euch….

Uebt 10 Atemzuege rein mit der Atmung zu verbringen, sobald ihr unterbrochen werdet und sei es nur der kleinste Gedanke, beginnt von vorne. Es gibt noch so viele Techniken und da die Meditation gerade auch sehr ein Thema ist das mich beschaeftigt, wird es wohl in naechster Zeit weitere Meditationstechniken und Vorschlaege geben.

Namaste, Simone

 

 

 

 

By | 2020-02-09T11:35:21+00:00 Februar 7th, 2020|Allgemein, Health & Wellbeing, Photography, Yoga & Fitness|0 Comments

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