To go, or NOT to go with the Flow?

//To go, or NOT to go with the Flow?

To go, or NOT to go with the Flow?

Was für ne Frage denkt ihr euch? Na klar, immer mit dem Flow, ganz easy. So wie es kommt so kommt es, auch ich höre mich das immer wieder sagen und ich stehe auch dazu. Mir geht es damit schon seit ein paar Jahren viel besser damit, mir nicht schon frühzeitig darüber den Kopf zu zerbrechen, ob sich wohl mein Flug verspätet und ich den Zug noch bekomme, wenn z.B. eine Reise ansteht, oder ich mal nicht durchgetaktet schon wissen muss was nächstes Jahr um diese Zeit ist und wie ich meine 6 Wochen Jahresurlaub plane. Das war nicht immer so und ich sage ganz ehrlich, das Leben aus dem Rucksack, das ich ja für einige Jahre geführt habe, hat mich definitiv entspannter, gelassener und einen ticken unpünktlicher gemacht.

Aber was ist nun mit diesem Flow, wenn es uns halt mal so richtig gegen den Strich geht wie es grad läuft. Damit meine ich nicht mal die aktuelle Lage, von der wir schon nicht mehr sprechen. Sondern einfach wenn es mir nicht gefällt wie sich die Dinge fügen.

Seit Wochen übe ich mich, und ich bin dabei bestimmt nicht die einzige, mich der Situation anzupassen. Dann probieren wir es halt online, mal mit Facebook oder Zoom, dann gab es Lockerungen, die Frage, darf man, darf man nicht wieder sich auf der Yogamatte begegnen? Als selbst die Openairkirchen wieder losgingen, da kam dann doch leichte Freude auf, ok, vielleicht ist es doch wieder möglich.

Eine Freude die getrübt wurde von unserem Wahnsinnssommer 2020! Ein Traum, die Natur freut es (ich mich natürlich auch für sie) aber für meinen Flow wars  Sch….

Ich habe tatsächlich gemerkt, es hat mich ins Schwanken gebracht, mir Woche für Woche zu überlegen, wie machen wir es diese Woche. Wird Yoga zustande kommen etc.,  da habe ich tatsächlich für einen kurzen Moment gedacht, vielleicht hab ich es zu sehr versucht mit dem Flow zu gehen, um meine Sache weiterzumachen. Ich meine, für mich ganz natürlich, die Sache die ich mich Leidenschaft tue (und mit der ich auch meinen Lebensunterhalt verdiene), die hört man nicht einfach so auf und auf allen Wegen sollte es weitergehen bis zu diesem Moment in dem ich mich gefragt habe, was ist denn der Flow.

Vielleicht bin ich ja die ganze Zeit dagegengeschwommen?

Ich gebe wirklich ganz offen zu, hätte es diese Krise nicht gegeben, freiwillig hätte ich keinen meiner Yogakurse hergegeben, aufgegeben oder verschoben und doch war es für eine ganz andere Sache auf einmal zuträglich.  Die Heilpraktikerprüfung.

Die steht an und war ganz lange an 2. Stelle, es kam immer was anderes, das zuerst noch erledigt werden musste. Die letzten Wochen haben mir gezeigt, ich brauche wirklich jede freie Minute um mich da reinzubeissen um es überhaupt vielleicht im Oktober zu schaffen.

Und wenn wir mal die ganze Ironie & das gemeckere beiseite schieben, dann finde ich eine ganz grosse Lektion aus dem Yoga für mich. Vielleicht war ich auch deswegen ein wenig erschüttert, die Erkenntnis das es zu tun gibt, eine Lektion von der man schon weiss, dass alle weltlich Erfolge nicht zum eigentlich Ziel führen, bzw. man sehr wohl Erfolg haben darf (ps und jeder muss ja von irgendetwas leben, so konnte ich auch nicht kampflos alles aufgeben), aber nicht schon mit Anhaftung an das Ziel in die Tat schreiten sollte.

 

Und so hat niemand gesagt Yoga wäre einfach, es hält uns auch in solchen Momenten einen Spiegel vor Augen, zeigt uns die Dinge mit denen es zu arbeiten gibt.

Ein Absatz aus der Bhagavad Gita und aus meinem Yoga & Philosophiekurs bleibt zurück. Ein Zwiegespräch zwischen Krishna & Arjuna…

Arbeite hart in der Welt, Arjuna, aber nur um des Werkes willen. Du hast das Recht zu arbeiten, aber du solltest nicht die Früchte deines Werkes ersehnen. Vielleicht verweigert dir ja niemand die Ergebnisse deiner Bemühungen, aber du kannst dich trotzdem bewusst dazu entschliessen, nicht an den Resultaten zu hängen oder dich durch sie beeinflussen zu lassen, ob sie nun günstig oder ungüngstig sind. Die Kernpunkte, um die es hier geht, Arjuna, sind Begierde, und Mangel an innerem Frieden. Begierde nach den Früchten des eigenen Handels bewirkt Besorgnis über möglichen Misserfolg – das unruhige Denken, das ich schon erwähnte. Wenn du mit deinen Gedanken bei den Endergebnissen bist, begibst du dich aus der Gegenwart in eine vorgestellte, normalerweise furchterregende Zukunft. Dann raubt dir deine Beängstigung deine Energie…. 

 

 

 

 

By | 2020-06-19T20:37:39+00:00 Juni 19th, 2020|Health & Wellbeing|0 Comments

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